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RJH Steinberg


Nicht jedem Kind ist ein sicheres und stabiles Familienleben vergönnt. Viele wachsen in zerrütteten Verhältnissen auf, oft sind die Eltern mit ihren eigenen Problemen beschäftigt und mit der Erziehung ihrer Kinder heillos überfordert.

Aber es gibt noch andere Gründe, warum manche Kinder ohne Hilfe von Fachleuten wie Psychologen, Psychotherapeuten und Erzieher ihr Leben nicht in den Griff kriegen würden. Die Einrichtung Rheinisches Jugendheim Steinberg hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kindern mit verhaltensauffälligen Störungen - insbesondere Mädchen - zu helfen und zu unterstützen. Das Heim, das 1980 gegründet wurde, bietet 40 Plätze an, verteilt auf 6 Gruppen. Diese Gruppen werden von qualifizierten Mitarbeiterinnen betreut, darunter sind ErzieherInnen, SozialpädagogInnen, diplomierte SozialarbeiterInnen genauso wie Dipl.-PädagogInnen und KunsttherapeutInnen. Sie garantieren eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung.

Zusätzlich gibt es individuelle, gruppenbezogene und gruppenübergreifende Angebote. Die Kinder sind in Einzel- bzw. in Doppelzimmer untergebracht. Das Rheinischen Jugendheim Steinberg bietet den Heranwachsenden, aber auch deren Familien Gelegenheit, neue Perspektiven zu entwickeln. In diesem Rahmen werden die personalen genauso wie die sozialemotionalen Kompetenzen der Jugendlichen gefördert. Nur so kann gleichzeitig auch das Problem der Lern- und Entwicklungsfähigkeit, unter dem die verhaltensgestörten Kinder oftmals leiden, angegangen und verbessert werden.

Ihre Probleme müssen von den Kindern und Jugendlichen selbst erkannt werden. Dazu ist besonders wichtig, das Verhältnis zur eigenen Familie zu klären. Wichtig ist auch, herauszufinden, wo der Heranwachsende aufwachsen will, ob er beispielsweise in seine eigene Familie zurückkehren kann/will, oder ob er besser im Rheinischen Jugendheim Steinberg bleiben sollte. Die Eltern- und Familienarbeit steht bei den MitarbeiterInnen im Steinberg an erster Stelle. Nur ein vertrauensvoller Kontakt und die Zusammenarbeit mit der Familie ermöglicht eine erfolgreichen Verlauf der Arbeit. Mit Hilfe von entsprechenden Therapieformen ist man bestrebt, diesen Kindern adäquat zu begegnen.

Es werden Gutachten erstellt, diagnostischen Sonderuntersuchungen vorgenommen und in Krisensituationen individuelle Hilfe angeboten. Auch im schulischen bzw. beruflichen Bereich wird diesen jungen Menschen hilfreich unter die Arme gegriffen, damit sie als Erwachsene in der Lage sind, ihr eigenes Leben selbständig zu führen.