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Kolpingkapelle Steinberg


Die Kolpingkapelle zu Steinberg ist ein Blasorchester und eines der größten Vereine Steinbergs. Von moderner Blasmusik bis hin zur zünftigen Unterhaltungsmusik reicht das Repertoire der Musiker. Auch 10 Kinder und Jugendliche gehören der 'Kolpingkapelle Steinberg' an.

Die 'Kolpingkapelle Steinberg' kann auf eine lange Vereinsgeschichte zurückblicken. 1928 wurde eine Kapelle vom damaligen Dorfschullehrer und dem Hilfsförster als Streichorchester ins Leben gerufen. Kurz darauf entwickelte sie sich zu einem Mandolinenorchester. Mit Hilfe der tatkräftigen Arbeit des Pastor Stinners gelang es den Mitgliedern, viele Instrumente für das Orchester zu erwerben. Langsam verlegte sich der Schwerpunkt auf die Blasinstrumente. Das Vereinsleben erblühte und schnell folgten erste Auftritte.

Doch für die damals 17 Mitglieder der 'Kolpingkapelle Steinberg' brach mit der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten eine schwierige Zeit an. Vorbei war die Unbeschwerheit, denn zahlreiche Verbote und Zwänge erschwerten das Musizieren. Die 'Kolpingkapelle Steinberg' wurde 1935 aufgelöst und dem dortigen Kirchenchor unterstellt. Damit kamen die Vereinsmitglieder dem grundsätzlichen Verbot von Vereinen zuvor und konnten auf diese Weise über die Jahre als Musikgruppe weiter existieren. Erst mit Beginn des 2. Weltkrieges stellte der Musikverein seine Tätigkeit völlig ein.

Mit dem Ende des Krieges war an ein Wiederaufleben der 'Kolpingkapelle Steinberg' zu denken. Den Mitgliedermangel überbrückte man mit Hilfe einer Fusion, die die Steinberger 1951 mit dem Musikverein Morscholz einging. Zwei Jahre lang trat man unter dem Namen 'Fidelia Morscholz-Steinberg' auf. Erst als die Zahl der Steinberger wieder zunahm, machte sich der Musikverein Steinberg erneut selbständig.

Von nun an ging es bergauf. Die 'Kolpingkapelle Steinberg' erweiterte ihr Repertoire und auch qualitativ wurde das Orchester immer anspruchsvoller. Die Mitgliedschaft stieg im Laufe der Jahre von 16 auf 60 Musiker an, die unter der Leitung des damaligen Dirigenten Günter Schneider sowie zahlreichen Aktiven und Gönnern unterrichtet und in das Orchester mit eingewiesen wurden. Diese Zeit legte den Grundstock für den bis heute anhaltenden hohen künstlerischen Standard.